Dialog 2

Unser zweiter Dialog in der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur war geprägt von vielseitigen Vorträgen, einer umfangreichen Ausstellung von Arbeiten der Detmolder Studenten und einem hohen Maß an Kommunikation und Interaktion. Bei einem gemeinsamen Abendessen in persönlicher Atmosphäre kam ein inspirierender Tag zum Abschluss.

Wir bedanken uns bei BaSys-Bartels Systembeschläge GmbH, FSB Franz Schneider Brakel GmbH & Co. KG, glaskoch B. Boch jr. GmbH & Co.KG, Hülsta Werke Hüls GmbH & Co.KG, ISRINGHAUSEN GmbH & Co.KG, Jung GmbH & Co.KG, JAB Joseph Anstoetz KG, Markus Franke Design, MGL-Licht GmbH, Osborne&Little, Weidmüller GmbH & Co.KG und Windmöller flooring products WFP GmbH für die Teilnahme und Unterstützung der DESIGN DIALOGE DETMOLD.

Vielen Dank an Stephan Speth für ihr Kommen und den Einblick in ihre Arbeit

DAS THEMA

In diesem Jahr wollen wir uns mit dem auseinandersetzen, was „Zeitgeschmack“ ausmacht und wodurch dieser in welcher Weise geprägt wird. Stil und Style sowie die vermeintliche Grauzone dazwischen beeinflussen uns permanent von der Ideenfindung bis zum fertigen Produkt oder Gebäude. Das verdient genauere Betrachtung: Hinweise auf zugrunde liegende Zusammenhänge könnten uns helfen erfolgreich stilbildend zu wirken in Stilvielfalt und Stilchaos unserer Tage, in denen Orientierung unmöglich scheint und nur der lauteste modische Gag sichtbar wird. Hat stylisch gestylt stilsicher stilisiert abgelöst? Oder fehlt uns lediglich die epochale Distanz die Ausdrucksformen des Zeitgeists auszumachen, um sie dann möglichst mitgestalten zu können?
Hat der Eindruck, dass die Gegenwart unsicher, stillos und modisches Getue ist, auch in anderen Zeiten geherrscht, die wir heute als durchaus stilvoll erachten? Lassen sich also im Tohuwabohu Anzeichen und Strömungen ausmachen, die zu Formen führen? Sind wir einig, dass die Verwendung von Digitalem und Nachhaltigem auch in Gestaltung, Architektur und Produkt so prägend sind,dass wir Stil herauslesen können? Oder sind auch das Modeerscheinungen, die maximal zum guten Style gehören... und wenn wir doch Stil erkennen, wo sind gegebenenfalls Brüche auszumachen oder gar Wandel?

STYLE?STIL. wird das zeigen.

EXPERTENVORTRÄGE

In fünf professoralen Vorträgen wurde  STYLE?STIL. mit sehr differenzierten Herangehensweisen analysiert.

Von der Suche nach dem trendigsten innenarchitektonischen Style, über den entwerferischen Umgang mit Trends und der Bedeutung von Farbigkeit für Stilentwicklung wurde unser diesjähriges Thema von den Experten beleuchtet und der DIALOG 2 zu einem inspirierenden Gesamtpaket.

Im folgenden finden Sie Abstracts zu den Vorträgen

Stil- Peripherien | Prof. Dr. Phil. Andreas K. Vetter

Stillos. Die Ästhetik des Angenehmen | Prof.'in Dipl.-Ing. Kathrin Volk

Modern, Unmodern | Prof. Thomas Kesseler

Vom Stil(l)stand im Bestand | Prof. ir. Michel Melenhorst

Style it takes | Prof. Dipl.-Ing. Frank Nickerl

STUDENTISCHE VORTRÄGE

Drei studentische Vorträge ergänzten die Vortragsreihe zum Thema STYLE? STIL. Sie behandelten die Frage wie sehr Klischees unser Stilempfinden beeinflussen, beschäftigten sich mit Style und Stil im Hinblick auf den städtebaulichen Aspekt und boten einen Rückblick in die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Im folgenden finden Sie Abstracts zu den Vorträgen

Dasein. Atmen. Pulsieren. | Judith Wendland, Rike Schorege

Ein Leben. Ein Stil? | Julia Dreisewerd, Carolin Quatmann

Urban Lifestyle | Joanna Podszus, Celine Hermann

GASTVORTRAG

Stefan Speth

Stefan Speth studierte Bildhauerei, Architektur und Design in Deutschland und England und arbeitet als Movie Art Direktor/ Filmarchitekt in Berlin.
„Kein Filmprojekt ist wie das andere. Jedes verlangt seine eigene Herangehensweise und seine eigene Umsetzungsart - dadurch bekommt der Film Schritt für Schritt seinen eigenen Style und Look.“
Meilensteine seiner bisherigen Arbeit waren „Anonymous“ (2011), „Cloud Atlas“ (2012), „The Grand Budapest Hotel“ (2013) und „The Martian“ (2015).
Er gewann bereits zweimal den den Art Directors Guild Award. Außerdem erhielt einer der Filme, bei deren Art Departments er mitgestaltete, einen Oscar.

→Abstract zum Vortrag