DIALOG 3

In den Beiträgen, der Ausstellung sowie den Diskussionen und Gesprächen des dritten Dialoges wurde deutlich, wie aktuell und brennend die Digitalisierung auch die Gestaltung betrifft, nicht nur in Entwicklung und Produktion, sondern vielmehr auch in der Veränderung unseres alltäglichen Raums bis hin zum Sozialraum.

Wir bedanken uns bei Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG, Delius GmbH, Ecclesia Versicherungsdienst GmbH, Erfurt & Sohn KG, glaskoch B. Boch jr. GmbH & Co.KG, ISRINGHAUSEN GmbH & Co.KG, Jung GmbH & Co.KG, JAB Joseph Anstoetz KG, MGL-Licht GmbH, nobilia Werke J. Stickling GmbH & Co. KG und Windmöller flooring products WFP GmbH für die Teilnahme und Unterstützung der DESIGN DIALOGE DETMOLD.

Ein besonderer Dank an Ruedi Baur für ihr Kommen und den Einblick in ihre Arbeit.

DAS THEMA

 

Die Digitalisierung und moderne Kommunikationsprozesse bestimmen zunehmend unseren Alltag. Technologische Entwicklungen überschlagen sich und gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Von der Produktion, über Bildung und Forschung bis hin zu Mobilität betrifft die Digitalisierung scheinbar alle Lebensbereiche. Auch im Wohnen hat die digitale Revolution neue Perspektiven und Märkte eröffnet. Sie verändert nicht nur Entwicklungs- und Produktionsabläufe, sondern auch unseren Alltag und unseren Umgang mit Raum. Unser Wohnverhalten, resultierend aus neuen Ansprüchen an das Wohnen gerät immer stärker in den Einfluss der Algorithmen: wie können wir als Gestaltende Einfluss auf die Entwicklungen nehmen? Wie leben wir und wie wollen wir in Zukunft leben?

Unter dem Thema [RAUM]4.0? möchten wir uns in diesem Jahr mit dem Digitalen Wandel auseinandersetzen und wie dieser unsere Wohnbedürfnisse beeinflusst und verändert. Werden wir uns in Zukunft Raum und Gebäude mit den Geschöpfen der Algorithmen teilen oder werden sie sogar unser Verhalten bestimmen?

Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich aus der Technisierung und haben wir überhaupt eine Möglichkeit zu verzichten? Jedenfalls ist auf die jahrtausendealten Parameter der Baukunst kein Verlass mehr.

Im diesjährigen dritten Dialog wollen wir uns diesen Fragen stellen.

ABLAUF

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EXPERTENVORTRÄGE

In fünf professoralen Vorträgen wurde [RAUM]4.0? mit sehr differenzierten Herangehensweisen analysiert.

Vom Haus als Mitbewohner, der den Menschen vollkommen kontrolliert und in seinen Gewohnheiten steuert, einem detailierten Einblick in den Ungang mit 'Mixed realities', der gegenstandslosigkeit des Materiellen in der digitalen Welt über die Wichtigkeit und den Einfluss von Raum auf unser Bewusstsein und Empfinden.  Breit gefächert haben wir uns der Vorstellung von einem Raum im Zeitalter '4.0' genähert und den DIALOG 3 zu einem inspirierenden Gesamtpaket gebracht.

Im folgenden finden Sie Abstracts zu den Vorträgen

Weiche Räume | Prof. Dipl.-Ing. Hans Sachs

Lichtqualität in Zeiten der Digitalisierung | Prof. i.V. Dipl.-Ing. Sascha Homburg

Home sweet Home | Prof. M.A. Jörg Kiefel

Räume als Operatoren eines selbstgesteuerten Lebens | Prof.'in Dipl.-Ing. Eva Filter

O so digital | Prof. Dipl.-Ing.Ulrich Nether

STUDENTISCHE VORTRÄGE

Drei studentische Vorträge ergänzten die Vortragsreihe. Ein Blick in die vergangenen Vorstellungen der Zukunft verglichen mit deren Realisierung, sowie der Analyse der drastischen Veränderung unseres Wohnraums im voll digitalisierten Zeitalter wurden abgerundet von einem Selbstversuch der die Studenten zurückholte in die analoge Welt.

m folgenden finden Sie Abstracts zu den Vorträgen

Flugmodus | Annika Naber, Caroline Eisenacher

Visionen im Wandel | Sabrina Kraft, Meike Risse

moderne Stube | Anne Backus, Jessica Petry

GASTVORTRAG

Ruedi Baur

Ruedi Baur ist einer der gefragtesten Spezialisten für Identifikation und Orientierungssysteme weltweit.
Geboren 1956 in Paris, gründete er 1989 „Integral Concept“, ein verzweigtes Netzwerk aus vielen Partnern unterschiedlicher Disziplinen. Seither leitet er die Ateliers Intégral Ruedi Baur Paris und Zürich sowie das Laboratoire IRB, die in den 1990er Jahren für große kulturelle Pariser Institutionen wie das Musée Picasso, den Louvre, die Cité des Sciences de la Vilette und vor allem für das Centre Pompidou arbeiteten, dessen Orientierungssystem von Ruedi Baur für die Neueröffnung im Jahr 2000 entworfen wurde. Für den Wiener Flughafen entwarf Baur das Leitsystem, für das Musée Rodin in Paris erarbeitete er die visuelle Identität.
Er beschäftigt sich seit Jahren in der Forschung wie in der Praxis mit Design im öffentlichen Raum, mit Orientierung, territorialen Informationssystemen und multisprachlicher Typographie.

→Abstract zum Vortrag